Im Juni haben wir erklärt, wie KI-Suche funktioniert — und warum sie sich von Google grundlegend unterscheidet. Seitdem hat sich einiges getan. ChatGPT hat über 300 Millionen Wochennutzer. Google Gemini ist in jede Suche integriert. Und Perplexity wächst schneller als jede andere Suchplattform der letzten Jahre. Die Frage ist nicht mehr: „Was ist der Unterschied?“ Die Frage ist: Erscheint dein Unternehmen, wenn eine KI antwortet?

Was sich seit Juni 2025 verändert hat

Als wir den ersten Artikel geschrieben haben, war KI-Suche noch für viele ein Experiment. Heute ist sie Alltag. Die Zahlen sprechen für sich:

Wöchentliche ChatGPT-Nutzer (Jan. 2026)

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der Google-Suchanfragen erhalten jetzt eine KI-Antwort (AI Overviews)

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Klickrate auf organische Ergebnisse seit KI-Integration bei Google

Das bedeutet: Selbst wenn deine Website auf Platz 1 bei Google rankt, klicken immer weniger Nutzer darauf — weil die KI die Antwort direkt liefert. Und wenn dein Unternehmen in dieser KI-Antwort nicht vorkommt, existierst du für diesen Nutzer schlicht nicht.

Der stille Kundenverlust

Stell dir vor, jemand fragt ChatGPT: „Welchen WordPress-Dienstleister in meiner Region empfiehlst du?“ Die KI nennt drei Namen. Deiner ist nicht dabei. Der Nutzer ruft einen der drei an — ohne jemals auf Google gewesen zu sein. Du hast einen Kunden verloren, ohne es zu merken.

Der Unterschied zwischen SEO und AEO — konkret erklärt

Im Juni haben wir erklärt, dass KI-Suche natürliche Sprache verarbeitet und direkte Antworten liefert. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter: Was bedeutet das für deine Sichtbarkeit und was kannst du konkret tun?

SEO — für Google

Du optimierst Keywords, Backlinks und Ladezeiten, damit Google deine Seite hoch rankt.

Ergebnis: Ein Nutzer sieht deinen Link — und klickt vielleicht darauf.

AEO — für KI-Systeme

Du strukturierst deine Inhalte so, dass ChatGPT, Gemini & Co. dein Unternehmen als vertrauenswürdige Quelle erkennen.

Ergebnis: Die KI nennt deinen Namen — als direkte Empfehlung.

Beide Ansätze schließen sich nicht aus — sie ergänzen sich. Aber wer heute nur SEO macht, baut ein Haus ohne Fundament für die Zukunft.

So wirst du von KI-Systemen gefunden: Die 5 wichtigsten Maßnahmen

1.
Structured Data implementieren (Schema.org)

KI-Systeme „lesen“ deine Website anders als Menschen. Mit Schema.org-Markup gibst du ihnen maschinenlesbare Informationen: Wer bist du? Was tust du? Wo bist du? Ohne dieses Markup ist dein Unternehmen für LLMs schwer einzuordnen.

2.
E-E-A-T-Signale aufbauen

KI-Systeme bevorzugen Quellen, denen sie vertrauen können. Expertise (Fachwissen), Experience (nachweisbare Erfahrung), Authoritativeness (Autorität in deiner Nische) und Trust (Vertrauen) — das sind die vier Kriterien, nach denen sowohl Google als auch KI-Assistenten bewerten, ob sie dich empfehlen.

3.
Fragen-basierten Content erstellen

KI-Systeme werden mit Fragen konfrontiert — und suchen nach Quellen, die diese Fragen klar beantworten. Erstelle Inhalte, die konkrete Nutzerfragen vollständig beantworten: „Wie funktioniert…?“, „Was kostet…?“, „Welcher Anbieter ist…?“ — wer die Antwort hat, wird zitiert.

4.
Knowledge Graph und Entity-Präsenz aufbauen

Googles Knowledge Graph ist eine riesige Datenbank von Entitäten und ihren Beziehungen. Je klarer dein Unternehmen dort als eigenständige, vertrauenswürdige Entität definiert ist, desto wahrscheinlicher wirst du in KI-Antworten auftauchen.

5.
KI-Sichtbarkeit aktiv überwachen

Was antwortet ChatGPT heute, wenn jemand nach deiner Branche fragt? Und morgen? KI-Antworten verändern sich. Regelmäßiges Monitoring zeigt dir, wann du auftauchst — und wann du verdrängt wirst.

Das Halluzinations-Problem: Wie du dich schütztn

Im ersten Artikel haben wir erwähnt, dass KI-Systeme manchmal „halluzinieren“ — also plausibel klingende, aber falsche Informationen liefern. Was viele nicht wissen: Auch über dein Unternehmen kann eine KI falsche Dinge behaupten.

Praxisbeispiel

Eine KI könnte falsche Öffnungszeiten nennen, veraltete Preise kommunizieren oder deinen Leistungsumfang falsch beschreiben — einfach weil sie mit veralteten oder unvollständigen Daten trainiert wurde. Das schadet deinem Ruf, ohne dass du es merkst.

Der Schutz dagegen: Konsistente, aktuelle und strukturierte Informationen auf deiner eigenen Website, in Google Business Profile, Wikipedia (falls relevant) und anderen autoritativen Quellen. Je klarer das Signal, das du sendest, desto weniger Spielraum für Fehler.

Dein nächster Schritt: Der KI-Sichtbarkeits-Check

Bevor du in Optimierungen investierst, solltest du wissen, wo du heute stehst. Teste es selbst:

1: Öffne ChatGPT und frage: „Welche [deine Branche] empfiehlst du in [deine Region]?“

2: Wiederhole die Frage bei Google Gemini und Perplexity

3: Notiere, welche Unternehmen genannt werden und ob deins dabei ist

4. Überprüfe, ob die genannten Informationen über dein Unternehmen korrekt sind

 

Fazit: Die Suche ist hybrid und das bleibt so

Im Juni haben wir die Weichen gestellt: KI-Suche und klassische Suchmaschinen werden koexistieren. Was sich seitdem bestätigt hat: Der Wettbewerbsvorteil liegt bei denen, die beide Welten bespielen. Wer das jetzt angeht, hat noch einen echten Vorsprung — weil die meisten Unternehmen noch immer warten.

Kostenloser KI-Sichtbarkeits-Check

Wir analysieren, wie Ihr Unternehmen heute in ChatGPT, Gemini und Perplexity erscheint — und zeigen Ihnen, was Sie konkret tun können.
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