Ein Studienprogramm statt einer breit angelegten Marketingkonferenz

Google beschreibt die Veranstaltung ausdrücklich als strukturierten, unterrichtsähnlichen Studienpfad. Statt allgemeiner Marketingtrends, Agenturthemen oder kanalübergreifender Markenstrategien behandelt das Programm drei Tage lang einen zusammenhängenden technischen Ablauf. Angesprochen sind Personen, die die Mechanik von Web- und Suchinfrastrukturen verstehen und das Wissen im Arbeitsalltag anwenden möchten. Google empfiehlt deshalb die Teilnahme an allen drei Tagen.

Tag 1: Auffindbarkeit und Crawling untersuchen

Am 30. September geht es zunächst darum, wie Such- und KI-Systeme mit dem modernen Web verbunden sind. Anschließend steht das Crawling im Detail im Mittelpunkt: Wie entdeckt Google Search Inhalte, wie werden Ressourcen verarbeitet und wie lassen sich Hindernisse bei der Entdeckung mit der Google Search Console diagnostizieren? Für Unternehmen ergibt sich daraus eine grundlegende Prüfreihenfolge: Bevor Rankings oder Inhalte bewertet werden, sollte geklärt sein, ob relevante Seiten und benötigte Ressourcen überhaupt zuverlässig gefunden werden können.

Tag 2: Rendering, Indexierung und Canonicalization

Der 1. Oktober baut auf den Crawling-Grundlagen auf. Das Programm behandelt Rendering, die Verarbeitung nicht textlicher und JavaScript-lastiger Komponenten sowie den Einsatz von KI innerhalb der Indexierungsprozesse. Weitere Themen sind Duplikate, Canonicalization, Internationalisierung und Lokalisierung. Außerdem soll gezeigt werden, wie der Google-Suchindex aufgebaut und wie dessen Daten gespeichert werden. Für KMU mit technisch komplexen, mehrsprachigen oder JavaScript-intensiven Websites sind diese Themen besonders relevant, weil Auffindbarkeit allein noch keine Aufnahme in den Index garantiert.

Tag 3: Auslieferung, Ranking und Suchtrends

Am 2. Oktober führt Google die vorherigen Schritte zusammen. Behandelt werden die Auslieferung, das Ranking und die Darstellung von Ergebnissen in unterschiedlichen Suchfunktionen, darunter einige KI-Funktionen. Zum Abschluss sind praktische Ansätze vorgesehen, um mit Google Trends Inhaltschancen zu identifizieren und die Leistung einer Website zu analysieren. Die Agenda verspricht damit Einblicke in Prozesse und Analysemethoden, aber keine individuellen Rankingzusagen.

Fragerunden, Community-Beiträge und endgültige Agenda

Jeder Veranstaltungstag endet mit einer ausführlichen Fragerunde zu den jeweiligen Tagesthemen. Zusätzlich sucht Google Vortragende für Bühnenbeiträge und Poster-Sessions. Die endgültige Agenda wird anhand der Angaben aus den Anmeldungen und der ausgewählten Community-Beiträge angepasst und erst näher am Veranstaltungstermin veröffentlicht. Interessierte sollten daher berücksichtigen, dass die angekündigten Themen den Rahmen bilden, die Detailplanung aber noch nicht abgeschlossen ist.

Das Wichtigste in Kürze

Quelle und Einordnung: Google Search Central Blog, CC BY 4.0. Der Beitrag wurde von 12cloud fachlich neu eingeordnet und muss vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft werden.